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Nur waren die letzten Tage bei mir sehr stressig und ich kam leider nicht wirklich zu viel. Das ist zwar unschön, aber kommt durchaus ab und an vor. Gerade bin ich dabei, meinen Berg hier nun abzuarbeiten.

Zum Thema Kommentare: auch die gehe ich nun nach der Reihe durch. Das Forum hier ist schon seit langem auf Globalmoderation gestellt, was nichts anderes bedeutet, als dass jeder Kommentar von mir eigenhändig abgesegnet werden muss. Automatisch erscheint hier kein Kommentar.

Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass es ab und an ja durchaus doch etwas hitzigere Diskussion gab und geben könnte und ich so vorher einer möglichen Eskalation vorbeugen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Dies ist übrigens auch in meiner Seite "Fragen? Antworten!" oben schon seit langem so vermerkt.

Wenn also ein Kommentar nicht direkt erscheint, dann ist das kein Fehler, sondern liegt ganz einfach daran, dass er in der Moderationswarteschlange steckt. Das ist hier bei mir im Gegensatz zu anderen Blogs schon sehr lange so. Und wenn es manchmal leider so wie jetzt ein wenig länger dauert, dann liegt das einfach daran, dass ich vorher keine Zeit hatte, mich wirklich hier im Backend damit zu beschäftigen.

Übrigens erlaube ich mir auch einen Hinweis zum Thema Meinungsfreiheit: Meinungsfreiheit ist das Recht, dass man im Rahmen der üblichen Gesetze seine Meinung frei sagen darf. Meinungsfreiheit bedeutet aber nicht, dass ich zwangsweise hier alles in meinem Blog an Meinungen und Kommentaren dulden muss, denn es gibt dabei etwas, was sich virtuelles Hausrecht nennt.

Sofern jemand meint, beleidigen zu müssen oder schlimmeres, dann nehme ich mir das Recht heraus, solche Kommentare entweder zu editieren oder ganz zu löschen. Das kommt zwar selten vor, aber es kam durchaus schon einige Male leider vor.

Bei all meinen Kommentaren macht die Anzahl derer, die das betraf, maximal 0,5% aus. Der Rest erschien früher oder später ungehindert auf der Seite.

So, und nun weiter im Programm...

Es gibt ja seit einiger Zeit eine neue Bewegung in der Blogosphäre, weg von dynamischen Blogengines, die eine Datenbank und PHP/Perl/Python/Whatever benutzen wie MySQL, hin zu statischen Seiten. Die Idee dahinter ist einfach die folgende: statische Seiten werden viel schneller vom Webserver ausgeliefert (i.d.R. 1/10 der Zeit, die man für das Generieren einer Seite wie hier benötigt, daher nutzt dieses Blog auch einen Cache), was statisch ist, kann nicht gehackt werden und es ist viel einfacher zu sichern.

Also gibt es nun einen Haufen von Generatoren für statische Seiten wie Octopress, Jekyll, Pelican und viele, viele mehr. Meist ist diesen Generatoren gemein, dass die Seiten lokal auf dem Rechner des Benutzers gerendert und dann per FTP hoch geladen werden. Manche benutzen Git als Speichersystem, andere nur das Dateisystem und bei vielen dieser Programme werden die Artikel in striktem Markdown geschrieben. Im Prinzip also erst einmal eine schöne Sache.

Das Problem daran ist allerdings dann dies: ein Blog lebt auch und vor allem von Kommentaren. Nun sind statische Seiten aber eben genau das - statisch - und können also Kommentare nicht so einfach verarbeiten. 99% dieser Generatoren nutzen daher für das Abarbeiten von Kommentaren einen externen Dienstleister aus den USA namens Disqus, den man kostenlos und bequem per Javascript einbetten kann.

Und warum ist das ein Problem? Viele wechseln zu den statischen Generatoren, um ihre eigenen Daten selber unter Kontrolle zu haben und ausgerechnet die Kommentare haben sie dann eben nicht unter Kontrolle. Das ist dann an vielen dieser Generatoren der eingebaute Schönheitsfehler, solange man Kommentare out of the box haben will. Manch einer bastelt sich dann eigene Kommentarsysteme per Email oder aber nutzt Opensource dafür, das es auch gibt, aber das wird eben die Fähigkeiten vieler überschreiten, so etwas zu implementieren.

Und dann ist ein System wie selbst gehostetes WordPress auf einmal eben doch nicht so schlecht und verkehrt, zumal man auch dieses sehr flott bekommen kann, wenn man denn will.

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Heute mal etwas, weil mir danach ist und das obige Sprichwort aus dem Englischen einfach dazu passt.

Auf Deutsch bedeutet das in etwa: "Wenn du die Hitze nicht ertragen kannst, dann bleibe besser aus der Küche draußen!"

Was ist nun damit gemeint? Folgendes: Fredi hat bei sich vor ein paar Tagen einen Blogpost verfasst, in dem ein runderneuerter Avatar vorgestellt worden ist. Dazu gab's parallel noch einen Thread im großen Forum.

Der ursprüngliche Blogpost ist Geschichte, das Bild im Forum auch, aber es gibt noch den Avatar beispielsweise hier zu bestaunen.

Nun ist die Avatargestaltung jenseits des Massengeschmacks, was keine schlechte Sache sein muss, und es gab eben mitunter auch entsprechende Kommentare dazu. Ich selber bezeichnete diese Avatargestaltung als das, was sie ist - androgyn, Zasta denkt dabei an Hipster und im Thread fanden manche Frauen es "sehr weiblich." Die Bandbreite der Meinungen ist also recht groß.

Gut, das kommt vor, wir reden hier schließlich über persönlichen Geschmack und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten. Dem einen gefällt's, dem anderen eben nicht.

Wenn man dann solch ein Bild in seinem eigenen Blog und in einem gut frequentierten Forum veröffentlicht, dann ist auch mit einem entsprechend breit gefächerten Echo zu rechnen, alles andere ist reines Wunschdenken.

Was aber passierte? Der Originalbeitrag wurde gelöscht, Kommentare sind bei Fredi dazu auch erstmal abgeschaltet worden und der Forumsthread wurde weitgehend bereinigt. Als Krönung zu dem Ganzen schreibt nun noch Auryn bei sich selber was über "armseelige Kreaturen." Hossa.

Nur, liebe Auryn: so läuft das Spielchen nunmal nicht. Ich halte mal der Einfachheit halber fest: hier wurde mit Schafferstolz ein neu gestalteter Avatar präsentiert, von dem seine Autoren gänzlich überzeugt sind und vielleicht sogar ein wenig Lob dafür erhofft haben. Seien wir mal ehrlich, wir sind da doch alle Diven und ab und an will man eben gelobt werden, und gerade eine solche Präsentation von Avatarbildern wie hier geschehen ist auch immer und ganz besonders ein starkes "fishing for compliments."

Hätte also die kommentierende Meute so reagiert, wie man es gerne hat, dann wäre alles in Butter gewesen.

Da aber einige eben anderer Meinung sind und dies auch entsprechend kund getan haben, was ihnen warum wie nicht gefällt, sieht nun die Lage ein wenig anders aus und die entsprechenden Bereinigungen haben stattgefunden.

Und damit wären wir beim Titel dieses Blogposts, denn das Sprichwort sagt schon alles: if you can't take the heat stay out of the kitchen!

Keiner wird dazu gezwungen, Bilder dieser Art zu veröffentlichen. Wenn man es aber tut, dann muss man mit Reaktionen jedweder Art rechnen und wenn man manche Reaktionen nicht goutiert, dann sollte man es eben ganz einfach sein lassen.

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Du hast ein Blog am Laufen? Fein! Du willst, dass es gut und gerne gelesen wird? Sehr schön, dann solltest du etwas dafür tun, um deinen Lesern dies zu erleichtern. Vor allem aber solltest du den Grundsatz beherzigen, dass das, was auf Papier gut aussieht auf dem Monitor noch lange nicht automatisch ebenfalls gut ist - und umgekehrt.

Was ich damit meine? Nun, folgende Punkte:

Vermeide Blocksatz!
Text kann entweder links- oder rechtsbündig formatiert sein. Ist er beides gleichzeitig, dann spricht man vom sog. Blocksatz, d.h. durch Erweiterung der Wortzwischenräume sind alle Zeilen gleich breit. Auf Papier ist das eine gute Sache, und jede Tageszeitung arbeitet damit. Im Webbrowser aber ist es einfach nur furchtbar: erstens beherrschen sie keine Silbentrennung, so dass die Zeilen oft extrem unharmonisch wirken und auch sonst ist das Schriftbild dann extrem unausgewogen. Nutze statt dessen den normalen Flattersatz, also linksbündig, das kommt bedeutend besser.

Mache Absätze, die auch als solche erkennbar sind!
Es erleichtert den Lesefluss ungemein, wenn Absätze auf den ersten Blick als solche durch einen größeren, vertikalen Freiraum erkennbar sind. Wenn aber Absätze Zeile an Zeile kleben wie normaler Text, dann wird es sehr schwer lesbar.

Schwarz auf Weiß liest sich Schrift immer noch am Besten!
Die Zeit, in der man irgendwelche obskuren Grafiken als Hintergrund für seine Texte nutzte und so seine Leser am einfachen Entziffern des Inhalts hinderte, ist spätestens seit Ende des letzten Jahrtausends vorbei. Nicht ohne Grund nutzen alle erfolgreichen Onlinepublikationen fast zu 98% das gute, alte Schwarz auf Weiß.

Mach keine Silbentrennung per Hand!
Denn das geht nur schief, denn wenn man sich die Seite auf einem Desktop-PC ansieht, sieht sie mitunter ganz anders als auf einem Tablet aus.

Nutze JPEG für Bilder, wo es nur geht!
Die schnelleren Ladezeiten im Vergleich zu PNG sind nunmal das, was ein schöneres Leseerlebnis ausmacht.

Nutze unbedingt ein Layout mit fester Breite, das nicht den ganzen Monitor ausreizt!
Die Bildschirme werden immer breiter, und damit machen heutzutage Designs, in denen eine Textzeile  über die gesamte Breite des Monitors geht, keinen Sinn mehr. Das Auge liest nunmal ermüdungsfreier, wenn eine zu lesende Zeile nicht zu lange ist. Diese einfache Tatsache ist im Zeitungsdruck übrigens ein alter Hut, denn nicht umsonst gibt es dort den Spaltensatz als Standard.

Im Zweifelsfall gilt: weniger ist mehr!
Die Mehrheit der Besucher kommt nicht, um ständig durch irgendwelches, nerviges Geblinke unterhalten zu werden noch ausgefuchste Grafikdesigns anzusehen, sie kommt wegen der Inhalte, und Inhalt ist meistens eben Text. Schlimmer ist nur noch, wenn eine Seite unaufgefordert Töne oder Musikstücke abspielt, das kommt immer schlecht!

Und wer wissen will, wie denn nun ein Webdesign des Grauens ausseht, bei dem man alleine durch das Anschauen vor dem Monitor eine schöne Gesichtsbräune bekommt, der schaue sich doch einfach mal die Homepage von Karl Fritsch an.