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Das Kriegsereignis zwischen Kassau und Lydius ist gelaufen. Es kehrt in allen beteiligten Sims wieder mehr oder weniger zur Freude vieler Alltag ein, da diese das Wort "Krieg" nur noch mit reflexartigen Brechreaktionen belohnten. Dabei wird aber auch wieder einmal mehr als deutlich sichtbar, dass Lydius doch in der Community auch einen etwas schwierigeren Ruf innehat.

Woher mag das kommen? Zum Einen vielleicht Neid. Es handelt sich dabei um eine sehr fortschrittlich und akkurat bebaute Sim, in der ordentlich Geld verbaut wurde, etwas, was eben so viele gerne hätten, aber nicht haben können. Dazu kommt, dass Lydius finanziell stabil ist und eine der etablierten Sims ist.

Ein weiterer Grund ist sicher auch, dass sie wirklich strikt ihren BtB-Stiefel durchziehen und Spieler, die gegen die Regeln offensichtlich verstoßen, mehr oder weniger galant darauf hinweisen oder gleich rauswerfen. Auch damit macht man sich längst nicht nur Freunde, aber es ist eine Sache, auf die insgeheim auch sicher mancher neidisch ist, er würde ja gerne, wenn er könnte, aber er kann eben nicht, weil sonst seine Mieter rebellisch werden würden, von denen er abhängt. Anderer sehen das BtB-Gehabe in Lydius oft auch nur als ein Mittel der Wahl, mehr "unter sich" zu bleiben und sich gleich mal die Chance auf viel Spiel von vorne herein selbst zu verbauen.

Wie auch immer, sie sind strikt dabei, der Sim hat das bisher offenkundig wenig geschadet, die berüchtigten Ballertruppen sieht man da auch eher selten und es funktioniert. Also eine gute Sache.

Der Hauptgrund aber dafür, woher der schwierige Ruf von Lydius her rühren mag, ist eine gewisse Steifheit vieler Spieler dort im RP. Auf Einflüsse von außerhalb wird oft, wenn reagiert wird, doch eher recht träge reagiert. Häufig hat man da das Gefühl, die bleiben lieber unter sich und sind so in sich versteift, dass sie sich selbst genug sind. Übrigens ist das nicht viel anders, wenn sie denn mal auf Reisen sind. Wer dort nicht irgendwie persönlich schon bekannt ist oder Bekannte hat, dem wird es wirklich schwer fallen, dort ins Spiel einzusteigen und integriert zu werden, das habe ich schon selbst zur Genüge erlebt. Für Manche ältere Rollenspieler ist ja auch "Lydianer" mehr zu einer Art Schimpfwort mutiert.

Erst wenn sich das bessert, wird es auch in der Hinsicht mit dem Ruf von Lydius bergauf gehen. Es ist aber auch nur ein Mosaiksteinchen, wer etwas erreicht hat, an dem wird man sich eben immer reiben und man sollte es dann als Anerkennung sehen.

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...sind noch heute selber welche. Anders kann ich das nicht sagen, wenn ich mir in letzter Zeit die ach so tollen Diskussionen in Gor auf Deutsch mitlese, wo die Leute über den Verfall des RPs und was weiß ich jammern, alles in Gor und Disney einteilen und angeblich nur RP suchen.

Da ist zum Beispiel die Frau S. mit dem weißen Engelsflügelbogen, die Zasta sah, die lautstark über das Fehlen der Männer jammert. Dass sie dabei sowas von Ungor wie nur was ist, merkt sie nicht noch interessiert sie es, es wird alles so hingebogen, dass es genau zu ihr passt. Früher war eine Schwangerschaft auch mal bei der Person in 6 Tagen ausgespielt, weil sie nicht länger mit dem Schwangerenshape durch die Gegend rennen wollte, da weiß man doch glatt, was man hat. Hirnschlamm pur.

Da ist das allseits bekannte Pantherpärchen F&N, die einen solch grausligen Stiefel zusammenspielen, dass inzwischen alle, die mit denen mal zu tun hatten, einen weiten Bogen um diese Avatare machen. Gerade F tut sich dabei immer wieder stark hervor, sie würde RP suchen, und und und... ja, Pustekuchen!

Die war mal Anfang September bei uns in Belnend kräftig gefesselt, sollte erzogen werden und auch ein wenig geohrfeigt, ja, mei, ist eben Spiel. Ihre Emotes bewegten sich auf unterirdischem Sparflammenniveau, irgendwie empfand sie auch gleich mal überhaupt keinen Schmerz und in einem "ungesehenen" Moment zeigte sie erstaunliche Entfesselungskünste, auf die selbst der olle Houdini neidisch wäre. Innerhalb weniger als einer Minute hatte sie sich vollkommen selbst entfesselt und rannte davon. Tja, was soll man mit so jemandem auch groß spielen, wenn da so offensichtlich Hopfen und Malz verloren ist?

Und genau diese Lichtgestalten des RPs jammern nun ständig in einer Tour herum, wo denn noch RP und Männer seien. Total gaga. Aber vielleicht sehe ich das auch total falsch, und ich muss es positiv sehen, man gibt denen nicht mehr die Beachtung, die sie brauchen, und daher wird ihre Spielweise bald aussterben. Insofern wäre das nur noch ein letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Aussterben und eine nette Sache. Warten wir es mal ab!

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Da ich nicht weiß, ob mein Kommentar bei Zastel durchging, schreib ich mal in mein eigenes Wohnzimmer, da klappt das dann zuverlässig. Also...

Ein netter Hinweis darauf, dass keine kämpfenden Frauen erwünscht sind.

Es war gestern in Lydius, dass ich mich mit Schönheit ein wenig verlustierte und danach diese wieder ihren Putzteufelpflichten in einem Kriegerhause nachgehen wollte. Also, sie loggte aus, machte aber nichts, kaum ging sie, kam der leicht erkältete Richter mit einem beeindruckenden Umhang online, an dem man mächtig schön rumzuppeln konnte. Der neue Slaver von Lydius hatte Kundschaft, zwei von den Black Sharks (Slaverin und 1st Bond), die eine Gefangene der Asens verkaufen wollten. So weit, so gut.

Die Slaverin der Black Shark lief dabei absolut collarwürdig in der Stadt frei herum, also Hosen, Brust zeigen bis fast in die Kniekehle und dergleichen mehr. Dazu kam, dass sie auch von den Simregeln offensichtlich wenig Ahnung hatte, denn sie spazierte fröhlich mit einem Bogen in Form von Engelsflügeln durch die Stadt umher. Dazu kam, sie nutzte die doppelten Attachmentpoints von Emerald, so dass diese Flügel bei anderen Viewern bestenfalls als irgendwie in der Luft stehend angezeigt werden. Ich machte Zasta darauf in einer IM aufmerksam, der solch einen illustren Bogen offensichtlich noch nicht kannte, und er waltete dann flott seines Amtes. Immerhin machte sie wirklich nur RP und verhielt sich ruhig, mit den Asens hatte er danach noch nette Diskussionen. Diese sind ja davon überzeugt, wenn man eine Gefangene hat, gelten überall deren Simregeln, was völlig merkbefreit und gaga ist.

Wie dem auch sei, Lydius ist in Bezug auf die Regelausteilung verbesserungswürdig. Wer auf die Sim kommt, der sucht ja als erstes nur den Teleporter in der Skybox, der liegt einem direkt zu Füssen und geht dann runter. Aber nirgends dort in der Umgebung sind die Regeln, das Infohaus ist gut gemeint, aber viel zu weit weg und dorthin verirrt sich keiner.

Was also tun? Ein paar Schilder, wie die von Zasta selber gemachten, aufstellen, die kurz und klar anzeigen, was Sache ist und nicht, vielleicht noch eines mit der Kurzzusammenfassung der Regeln sowie an den neuralgischen Punkten Notecardgiver mit den Simregeln hin und fertig. Die Schilder müssen dabei so aufdringlich an Stellen, wo Neuankömmlinge hingehen, plaziert werden, dass man gar nicht anders kann, als diese wahrnehmen. Nur so wird das was.

In Lydius sind das zwei Stellen: zum Einen der große Torbogen hinter dem Teleporter. Wer auf die Sim runter will, der kann gar nicht anders, als dorthin gucken. Die zweite Stelle, wo man was machen kann, ist das Schiff im Hafen, das die meisten als Landeziel nutzen. Man verlagere die Landezone vom Deck unters Deck, mache an die Holzwände neben die Treppe die Schilder hin und fertig. Das fällt so in der Landschaft nicht weiter auf und erfüllt seinen Dienst. Wer es dann immer noch nicht gewusst haben will, der hat dann endgültig keine Ausrede mehr. Gut, die hat er auch so nicht, aber man kann wirklich seine Botschaft nicht aufdringlich genug verbreiten, damit sie auch letzten Endes ankommt.

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Zwischen Lydius und Kassau brodelt es schon seit Wochen. Die Anspannungen werden immer heftiger, IC spricht man in den Städten auch von kaum was anderem als dem bald kommenden Krieg mehr und OOC ist auch bekannt, wann die Schlacht genau geschlagen werden soll. Man kann also den Pfeilhagel schon förmlich sehen, die gut geölten Schwerter riechen und die Tarns fast schon fliegen sehen sowie den Rauch der Vernichtung. Da sollte man meinen, dass eine Stadt IC dann dafür sorgt, dass die Verteidigung auch entsprechend steht.

Das bedeutet eigentlich: man spannt Tarnnetze auf, so dass die Tarnreiter nicht mit ihren Riesenvögeln in der Stadt landen können, man errichtet an strategisch wichtigen Punkten zusätzliche Verteidigungsstellungen mit Ballisten und vielleicht sogar Bligen,  jedenfalls macht sich das normal deutlich im Stadtbild bemerkbar und natürlich üben die Krieger dann erst recht wie de Blöden.

In Lydius ist davon komischerweise nichts, bisher aber auch rein gar nichts zu sehen, die Stadt zeigt sich überhaupt nicht wehrhaft und steht da wie auf dem silbernen Präsentierteller. Gäbe es sie in Wirklichkeit, dann wäre sie bei den goreanischen Kampftechniken eine leichte Beute.

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In den letzten Tagen habe ich mit der Streamingversion von World of Warcraft einen Probeaccount gespielt. Das klappte sehr gut, der Download des Clients war recht kurz und die nötigen Daten auch flott auf dem Rechner übertragen. Nun ist WoW ja ein Erfolgsmodell ohnegleichen, es gibt über 11 Millionen monatlich zahlende Spieler und die Firma Blizzard verdient sich daran dumm und dämlich. Schätzungen zufolge erzeugt WoW etwa eine Milliarde US$ Umsatz im Jahr.

Von der technischen Seite her gesehen ist die Serverseite um einiges einfacher als bei Second Life. Es gibt zwar Streaming bei einigen, aber die Welt ist genormt. Durotar sieht nunmal auf jedem Bildschirm gleich es, ebenso die Waffen, Geräusche etc., was dafür sorgt, dass die Server sich normal nur darum kümmern müssen, die Bewegungen und Zauber der einzelnen Avatare zu bearbeiten, sie müssen nicht noch ellenlang irgendwelche Objekte oder gar Texturen streamen. Das bedeutet, dass auf einem Server sicherlich tausende Spieler gleichzeitig unterwegs sein können, ohne dass er in die Knie geht und die Leute haben dennoch ihren Spaß.

Weiterhin ist es so, während SL eine Plattform mit benutzergenerierten Inhalten ist, ist WoW eindeutig ein levelbasiertes Hack'n'Slay. Bei WoW gibt es ein eindeutiges Ziel, das für viele "Erreiche Level 80" bedeutet, es gibt genormte Rassen, Hauptberufe und Nebenberufe. Man kann einen Avatar dabei skillen, allerdings gibt es beim System in WoW bewusst nicht den Meister aller Klassen, sondern man muss sich spezialisieren. Das wiederum und die Tatsache, dass es auch zum Zusammenspiel Gilden fest eingebaut gibt, fördert ungemein Teamplay.

Eine gute Metzelgruppe besteht dabei immer aus Spielern, die sich auf verschiedene Aspekte des Spiels spezialisiert haben. Ganz wichtig ist, dass an vorderster Front zumindest ein Tank, also auf deutsch Panzer, spielt. Das ist immer ein Spieler, der im Nahkampf sehr viel einstecken, aber auch deftig austeilen kann. Aber er muss eben direkt an die Monster ran und diese so an sich binden, so dass sie auf ihn eindreschen. Neben dem Tank gibt es dann auch meistens Spieler dabei, die besonders kräftig Schaden aus der Ferne austeilen, dafür aber weniger gut Schaden einstecken können. Damage Dealer nennt man die gerne, wie zum Beispiel ein Magier. Diese können entweder direkte Treffer landen oder fabrizieren in späteren Stufen deftige Flächenschäden. Neben den Damage Dealern wäre es auch gut, wenn in einer solchen Gruppe noch mindestens ein Heiler oder Healer mit dabei ist. Das hat den Vorteil, dass er die Spieler auch mal heilen kann, die nicht selber über Regeneration verfügen, es so flotter zur Sache geht und wenn ein Spieler mal im Kampf stirbt, dann kann er ihn direkt vor Ort wiederbeleben. Er spart also ungemein Zeit und sorgt dafür, dass die Gruppe schlagkräftiger ist und länger durchhalten kann.

Da bei WoW alle Waffen genormt sind und keine von Spielern geskripteten Objekte, ist es natürlich schwerer, dort zu betrügen - es ist aber möglich. Sollte Blizzard aber das herausfinden, dann ist man sofort seinen Zugang los.

Um seinen Charakter aufzubauen, ist es in WoW unerlässlich, seinen Level voranzutreiben. Dies geschieht entweder durch Kämpfe oder Quests. Meistens macht man beides abwechselnd, da man bei Quests zur Belohnung neben Erfahrung oft auch bessere Objekte als gewöhnlich erhältlich bekommt.

Es gibt Hunderte an Quests, für jeden Level ist da auch etwas dabei, aber das Design der Quests ist doch recht eintönig. Entweder geht es darum, etwas von A nach B zu bringen oder x Monster einer beliebigen Art zu töten und dann dafür eine passende Anzahl an Beweisobjekten zurückzubringen. Quests sind damit Mittel zum Zweck, den Charakter zu entwickeln, phantasievoll und abwechslungsreich aber sieht anders aus. Macht auch nichts, denn im Vordergrund steht für viele der Kampf als solches, zu komplexe Quests würden da die Masse nur abschrecken.

WoW bezieht seinen Reiz daraus, dass man seinen Avatar entwickeln und spezialisieren kann sowie den Gruppenkämpfen. Das System ist fein austariert, einen Meister aller Klassen gibt es nicht und man benötigt dafür eben einfach Zeit. Wenn man denn das erst einmal Level 80 erreicht hat, ist für viele noch der Reiz darin, den Avatar mit besonders seltenen Gegenständen auszurüsten und in den Berufen zur Höchstform zu treiben. Ein Normalsterblicher dürfte durchaus 2-3 Monate benötigen, um einen Avatar auf Level 80 zu bekommen, und es ist auch ganz klar, zu einfach macht Blizzard das bewusst nicht, man will ja schließlich Geld verdienen.

Ist das erst einmal geschafft, dann machen manche womöglich einen neuen Avatar nach dem Motto "Mal schauen, wie lange ich nun brauche, um den auf 80 zu hieven", andere spielen einfach nur so weiter oder hören ganz auf.

Wie auch immer, das simple Belohnungssystem von WoW ist strikt darauf getrimmt, den Jäger und Sammler in jedem Spieler zu erwecken, und das schafft es auch prächtig.

Während WoW ein sehr gut gemachtes Spiel mit eindeutigem Rahmen und Ziel ist, ist SL eine Plattform für alles mögliche. Damit ist SL natürlich ungleich flexibler, aber auch komplizierter und nicht jedermanns Sache. WoW hat den Vorteil als Spiel, dass man (scheinbar) schnell rein und wieder raus kann, ein paar Monster sind flott umgelegt. Wer seinen Avatar schnell vorantreiben will, der metzelt einfach ohne Ende und macht einen Quest nach dem anderen sowie ab einem gewissen Level Dungeons, dann geht das schon einigermaßen. Zeit benötigt es natürlich dennoch flott mehr, als man anfangs glauben mag.

Andererseits kann man sich ja auch in jedem beliebigen Ding verlieren, egal ob SL, WoW oder Fernsehen. Jeder wählt sich das Gift, das ihm persönlich am Besten schmeckt, und in Maßen genossen spricht gegen keines der Dinger etwas, nur werden "echte" Rollenspieler meistens über WoW nur die Nase rümpfen, denn der rollenspielerische Anspruch steckt doch stark im Hintergrund.

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Diesen Artikel schreibe ich wegen Zasta, der gerade als OOC-Admin einen mächtigen Blues vor sich herschiebt und sich gerade daran richtig aufzureiben scheint, aus überwiegend eigener Erfahrung. Ich war über ein Jahr lang OOC-Admin auf einer Rollenspielsim gewesen und habe da nun wirklich alles mitgemacht, was man so mitmachen konnte.

Auf jeder Rollenspielsim in Second Life gibt es, oftmals in Personalunion, mindestens einen OOC-Admin und einen RP-Moderator. Zu 90% der Fälle ist also ein OOC-Administrator auch gleichzeitig RP-Moderator und führt auch dessen Tätigkeiten aus. Besser ist es natürlich, man bekommt im Laufe seiner Karriere diese Herrschaften möglichst erst gar nicht zu Gesicht, denn eine Faustregel sagt, dass für viele ein RP bereits gelaufen und hoffnungslos verloren ist, wenn nach dem OOC-Administrator gerufen wird.

Worum geht es aber bei den beiden Jobs und was sind die Unterschiede? Fangen wir einmal mit dem RP-Moderator an. Moderator kommt vom lateinischen Verb "moderare", das wörtlich "mäßigen", "steuern" und "lenken" bedeutet. Es geht also um eine Person, die eine gewisse Lenkungsfunktion inne hat. Ein RP-Moderator ist jemand, der dazu hauptsächlich dazu da ist, festgefahrene Plays wieder flott zu machen und bei kleineren Streitereien diese zu schlichten. Voraussetzung dazu ist, dass beide Parteien dazu natürlich willens sind, diesen anzurufen und dann dessen Ratschlag auch zu befolgen.

Ein RP-Moderator ist also jemand, der möglicherweise lenkend ins aktive Rollenspiel eingreift um dafür zu sorgen, dass es flüssig weitergehen kann. Je nach eigenem Gusto wird dabei der RP-Moderator von sich aus tätig oder erst dann, wenn er angefordert wird. Die meisten RP-Moderatoren werden erst dann aktiv, wenn man sie darum bittet.

Geht es allerdings darum, dass Regeln des RPs an sich verletzt worden sind, wird meistens ein OOC-Administrator angerufen. Dessen primäre Aufgabe ist es für die Einhaltung der Regeln zu sorgen, und wenn nötig, eine Entscheidung zu fällen. Diese Entscheidung ist dann (so die Theorie und sich die Spieler ihr nicht einfach entziehen) für beide Parteien bindend und über den OOC-Administrator hinaus gibt es auch nichts mehr. Friß' oder Stirb kann man da nur sagen. Im Gegensatz zum RP-Moderator wird der OOC-Administrator in der Regel auch die Macht haben, missliebige Avatare notfalls von der Sim zu kicken oder gleich zu bannen. Ebenfalls ist es mehr die Aufgabe eines OOC-Administrators, mit anderen Gruppen ggf. mal ein "No Combat" zu verabreden oder auch als letztes Mittel ein No RP auszusprechen.

Gesetzt den Fall, zwei Parteien streiten sich über irgendwelche Regelverletzungen, dann wird der OOC-Administrator sich idealerweise beide Parteien anhören, kurz darüber nachdenken und dann eine Entscheidung fällen. Nicht mehr, nicht weniger.

Das ist dann auch der wichtige Unterschied zwischen einem Moderator und Administrator - ein Moderator lenkt das RP und er versucht es am Laufen zu halten während ein Administrator bei Streitigkeiten angerufen wird, die meistens die Regeln betreffen und dann eine Entscheidung trifft, wie es weitergehen könnte.

Nur sind, wie schon gesagt, die Grenzen zwischen beiden Jobs fließend und auf den meisten Sims gilt, dass die OOC-Administratoren auch gleichzeitig die Arbeit der RP-Moderatoren mit übernehmen.

Kraft des Amtes hat man damit eine gewisse Autorität inne, derer man sich bewusst sein sollte. Man muss sich darüber klar sein, dass man in dieser Position absolut nicht Everybody's Darling sein kann noch sein wird, sondern es fast immer jemanden geben wird, der sich auf die Füße getreten fühlt. Das gehört zu dem Job dazu, damit muss man leben und man muss es aushalten können. Wichtig dabei ist, dass man seine Entscheidung sorgfältig abwägt, sie begründen kann und sobald man sie getroffen hat, davon auch nicht mehr abweicht. Denn wer nachgibt, der gilt als weich, formbar und wird erst recht mit niedrigem Ansehen belohnt sowie ständigen Anfragebombardements, doch das und jenes zu tun und vielleicht könnte man doch bitte, bitte, bitte nochmal seine Entscheidung nicht ein ganz klein, klein wenig überdenken? Das kann es also nicht sein.

Weiterhin gilt als Grundsatz für die Arbeit eines solchen Admins: gerade so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Wer ständig die proaktive Schiene fährt und alles versucht direkt im Vorfeld zu regeln, der kann das tun, nur hat er am Ende den ganzen OOC-Mist einer Sim und darüber hinaus am Bein und kommt nicht mehr wirklich zu seinem Spiel. Viel Spaß dabei, das hält keiner allzu lange durch, ohne einen mächtigen Rappel zu bekommen!

Weiterhin heißt Administrator zu sein auch nicht, dass man ständig auf der Sim sein muss und ein schlechtes Gewissen bekommen muss, wenn man mal nur zehn Minuten woanders ist oder einen Abend verreist. In der Jobbeschreibung ist auch nicht inbegriffen, dass man ständig auf Knopfdruck hüpfen muss, nur wenn jemand einem anfordert, es gibt auch wichtigeres als dieses Amt. Wer natürlich ständig hüpfen sollte, der wird einerseits beliebt werden nach dem Motto "Boah, endlich mal einer, der immer und sofort da ist!", andererseits verliert man sich natürlich auch da drin, da sich das garantiert herumspricht und man dann ständig angefordert werden wird. Man muss in dem Job wirklich lernen, Prioritäten zu setzen. Das bedeutet, wenn nicht gerade wirklich die Sim untergeht und es noch Zeit hat, dann sollen die Leute es auch mal ruhig selber regeln, einem den Sachverhalt auf Notecards zum späteren Lesen geben oder eben auch mal einen anderen Admin mit der Arbeit erfreuen. Man ist es schließlich meistens nicht alleine und muss wahrlich nicht alle Arbeit mit aller Gewalt an sich ziehen.

Das Wichtigste ist aber, dass man sich eine gewisse LMAA-Grundhaltung angewöhnt und nicht zu viel darauf gibt, was dann die Leute von einem halten oder über einen reden. Wer das schafft, für den wird sich auch der Job des OOC-Administrators in einem erträglichen Rahmen bewegen, ansonsten reibt man sich nur noch irgendwann völlig auf, verbiegt sich ohne Ende, bekommt den Megafrust und geht dann irgendwann völlig unter. Das kann mitunter auch schneller kommen, als einem lieb ist.

OOC-Administrator zu sein heißt nicht, dass man ständig wie ein Kindergärtner auf seine kleinen Lieben schaut und dafür sorgt, dass sie keinen Mist machen. Immerhin sind das alles erwachsene Mitmenschen, die durchaus auch alleine in der Lage sein sollten, miteinander auszukommen.

Immerhin sind wir hier noch alle freiwillig da, um Spaß zu haben, und nicht dafür, ständig unentgeltlich nur noch irgendwelche OOC-Dramen von anderen zu bearbeiten und die Feuerwehr zu spielen.

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Belnend versinkt im Asen-Müll.

Kaum ist die Katze aus dem Haus, so tanzen auf dem Tisch fröhlich die Mäuse. So war es gestern in Belnend gewesen, als die Gruppe außerhalb unterwegs war, zogen liebe (?) Feinde in die Stadt und verteilten in einem fast halbständigen Rollenspiel ca. 68 Müllsäcke. Jeder Sack bestand dabei aus drei Prims inkl. eines Skripts, das Schmeißfliegen als Partikel generierte, also insgesamt 204 Prims, die so munter in der gesamten Stadt verteilt worden sind.

Manche mögen es ja lustig und mutig finden, so etwas in der Abwesenheit der Gruppe zu machen, aber in der Masse haben sie es einfach maßlos übertrieben. Abgesehen davon, ob man nun mit denen deshalb in ein Spiel einsteigen wird, wird sich noch zeigen, denn darunter sind doch auch einige Ex-Mitglieder aus Belnend die man nicht grundlos meistens lieber nur von weitem sieht.

Gestern gab es einen Testraid auf die Sim Stones of Silver, nachdem es eine Woche zuvor einen Testraid von denen auf uns gegeben hatte. Stones of Silver ist eigentlich ein Miniverbund aus zwei Sims, die ungefähr rollenspieltechnisch dort weitermachen, wo das alte Aretai unter Chira Mills aufgehört hatte. Außerdem wohnen da inzwischen die meisten Personen dieses alten Aretais. Dementsprechend und schon dank des Namens gut ersichtbar handelt es sich dabei um eine Wüstensim und man weiß in etwa, was einen dort erwartet.

Stones of Silver ist ein Paradebeispiel außerordentlich geschmackvoll schlechten Simdesigns, eines übertriebenen Sicherheitsbedürfnisses und eines für den Gegner absolut unfairen sowie für die Bewohner hässlichen Simdesigns. Aber was ist da los? Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, werfen wir doch einen Blick auf die Karte, denn das schmerzt mal so richtig schön:

Das ganze Design hier ist ein gellend lauter Schrei: "Raide mich ja nicht!"

Rumms, wer sich nur ein wenig mit Sims und deren Gestaltung auskennt, der wird um diese Sim kämpferisch einen weiten Bogen machen wollen, und das aus mehreren Gründen. Der Einfachheit halber habe ich die wichtigsten Standorte nummeriert. Das Motto der Simgestaltung war sicher "Wie baue ich die ultimative Festung" gewesen, und genau so verkorkst sieht das alles auch aus.

Nun die Kritikpunkte:

  • Es handelt sich hier um einen kleinen Verbund von zwei Sims, Silver Desert und Stones of Silver. Silver Desert ist dabei eine Homesteadsim, d.h. das Avatarmaximum ist 20, während Stones of Silver eine Fullprimsim ist. Die gelb eingezeichnete Linie kennzeichnet dabei die Simgrenze.
  • Wer sich nach Stones of Silver begeben will, der muss nach den Regeln zuerst auf Silver Desert landen. Landepunkt ist die 1 dabei, eine kleine Insel, die mit einem langen Steg zum Festland verbunden ist. Wer nun dort einen Raid anfangen will, der muss entweder im Entengang über die Brücke oder schwimmt durch den recht tiefen See an Land, sofern da nicht irgendwelche Kampffische drin schwimmen.
  • Die Verteidigungswälle sind die Positionen 5 und 6 und bestehen aus Terrain, also Erdhügeln. Das reduziert die Möglichkeit eines Splashschaden deutlich und da sich der Wall über die ganze Simbreite hinzieht, können sich die Verteidiger sehr gut darüber verteilen. Da es keine Vegetation gibt, haben sie zudem über beide Sims freies Schussfeld.
  • Der Schutzgraben zu den Mauern ist mindestens 20m breit und entsprechend tief, hinter den Mauern gibt es bewusst keine zu hohen Gebäude als Angriffsmöglichkeit für Enterhaken, an den Mauern sind noch überall Spikes befestigt und über dem Stadttor netterweise ständig Baumstämme, die man mit Schaden auf den Gegner krachen lassen kann.
  • Spätestens wenn der Tross dann an Position 2 angelangt sein sollte, wird er bereits von den Verteidigern auf ihren Wällen aus der anderen Sim heraus massiv unter Beschuss genommen. Wer sich dabei die Entfernungen auf der Karte anschaut, dem wird dabei auch eines klar: diese Leute zoomen wie die Weltmeister und wegen der Simgrenze in der Mitte funktioniert der Beschuss auf die andere Seite auch nicht immer zuverlässig, aber das gilt dann ja für beide Seiten gleich.
  • Einzig das Gebäude an Position 3 bietet ein wenig Schutz, aber auch nur solange man nicht zu sehr aus der Deckung rausgeht und von Position 6 unter Beschuss genommen wird.
  • Wer wirklich zuverlässig kämpfen will, der muss sich zu Position 4 begeben und unterliegt dann ständig dem Kreuzfeuer. Dazu kommt dann noch die Nähe zur verfluchten Simgrenze, so dass man häufiger ungewollt immer mal wieder mit den üblichen Verzögerungen die Sims wechselt, was dem Kampf auch nicht gut tut.

Was soll man also von so etwas halten? Gar nichts! Diese Festung zu knacken ist mit großem Aufwand zwar möglich, aber dafür bedarf es wirklich einer erheblichen Übermacht auf Seiten der Angreifer, und sollte jemals wer in die Festung während des Kampfes begeben, ist das sicherlich auch eine Sache, mit der sie nicht rechnen.

So aber sind diese Sims das Ergebnis eines extrem übersteigerten Sicherheitsbedürfnisses, man sieht hier "Form follows function" nur zu überdeutlich umgesetzt und die Leute sollten sich mal wirklich ernsthaft überlegen, warum sie auf Gor unterwegs sind, wenn sie da solch einen Mist hinstellen, der nur "Geh weg!" aussendet. Zum kontroversen Zusammenspiel gehört eben auch, dass man sich nicht zu sehr in seine Bauten einigelt, sondern potentiellen Gegnern auch durch das Simdesign eine faire Chance gibt, dass er im Fall eines Kampfes Erfolg haben kann. Das ist hier aber absolut nicht gegeben und wer SoS angreift, der ist selber schuld.

Alles in allem sind sie da auch nicht besser als die schutzsüchtigen Piraten, die es mal auf Lydius gab, das ist genau dasselbe Mindset nur in viel größerer Dimension perfektioniert!

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Wie man bei Zasta lesen kann, hat Lydius seinen Prätor wieder. Dafür ist die Person, die der Prätor als Stein des Anstoßes nahm um zu gehen, inzwischen nicht mehr in Lydius tätig und auch kein Owner mehr. Überdies laut Profil nun eine neue Gruppe suchend.

Solange alle nun daraus lernen, so dass so etwas so schnell nicht mehr vorkommt, hat es dann wohl mehr Gutes als Schlechtes gehabt.