Barts Blog Blog

Gedanken zu Windows 8.1

Ich habe bei mir auf dem Rechner seit vorgestern mal Windows 8.1 inklusive aller zur Zeit verfügbaren Updates installiert, einfach um mal zu schauen, wie sich das denn nun inzwischen so anfühlt und die neuen Features, wie der Start-Knopf, so sind.

Im Ergebnis muss ich sagen: es mag vielleicht gut gemeint sein, ist aber nach wie vor unbrauchbar und einem Durchschnittsbenutzer nicht zumutbar.

Das beginnt schon mit dem Start: nach wie vor sieht man zuerst den Loginbildschirm, den man nach oben schieben muss – oder die Leertaste drücken. Schon darauf wird sicher nicht jeder kommen. Dann ist man nach der Installation standardmäßig zuerst wieder in der Kacheloptik des Modern UI. Fail.

Dann sieht man, wenn man die Desktopapp drückt, wieder etwas, was ein Startknopf sein könnte in Form des neuen Windows-Logos, was aber in Wirklichkeit nur ein Umschalter zwischen dem Modern-UI und der Desktop-App ist. Fail, da der normale Benutzer hier ein Startmenü erwartet. Wenn man einen Rechtsklick auf den Knopf macht, dann sieht man einiges an Möglichkeiten, was einem Startmenü ähnelt, aber es ist mehr eine Auflistung von Orten und hat mit dem alten Startmenü auch nicht wirklich viel zu tun. Fail.

Weiterhin kommt dazu, dass unter Windows 8.1 nach wie vor für viele Dateitypen die neuen Modern-UI-Apps als Betrachter eingestellt sind und keine normalen Desktop-Apps. Big fail.

Und schließlich hält sich nach wie vor das Zwitterwesen von Windows 8.1, auch wenn man nun Apps in der Taskleiste ablegen kann, denn wenn man nicht weiß, wie, wird man oft genug zwischen der Modern-UI-Oberfläche und der Desktop-App hin- und herwechseln. Fail. Dazu kommt nach wie vor, dass am rechten Rand die Charms Bar ist, was sich gerne mal dann damit beißt, wenn man ein maximiertes Fenster durch Klick auf das rote X oben rechts schließen will. Fail, fail, fail!

Und abschalten kann man das Modern-UI nach wie vor nicht wirklich, man kann es weitgehend verdrängen, aber ab und an wird man doch sich damit auseinandersetzen müssen. Nur was will man auf einem Desktop-PC mit einer Oberfläche groß anfangen, die für Tablets gedacht ist? Fail!

Hätte Microsoft wirklich Boden wett machen wollen, dann hätte

a) das Modern-UI optional sein müssen und komplett abschaltbar, für Desktoprechner als Voreinstellung sowieso komplett abgeschaltet,
b) der Rechner wieder direkt in den Desktopmodus booten müssen,
c) das Startmenü im Stil von Windows 7 wiederhergestellt gehört,
d) und die Charms Bar weg, weg, weg!

So aber lindert Windows 8.1 ein wenig die Schmerzen, aber die grundlegenden Probleme, warum es viele meiden, behebt es nicht wirklich, denn solange man auf externe Programme angewiesen ist, damit es sich wirklich einigermaßen wieder wie Windows 7 auf dem Desktop anfühlt, solange kann man es einem Durchschnittsanwender, der diese althergebrachte Benutzerführung „out of the box“ haben will und erwartet, einfach nicht zumuten.

Wie man es besser machen kann, zeigen dabei eine Menge an externen Programmen wie „Classical Shell“ und andere, die einen großen Teil der Probleme beheben. Die blinkende Kacheloptik aber wird man leider mit denen auch nicht los und das Zwitterwesen von Windows 8.1 auch nicht.

In der Summe gesehen ist es zu spät und zu wenig, als dass Windows 8.1 ein großer Renner werden dürfte. Microsoft sollte besser Windows 9 in Angriff nehmen und da alles richtig machen, denn Windows 8 ist und bleibt nunmal das neue Vista, was schade ist, weil es läuft ansonsten echt geschmeidig.

In eigener Sache: Guest Pass Code für Wildstar gesucht

Heute mal ein kurzer Post in eigener Sache: ich würde gerne mal den Testzugang von Wildstar Online benutzen. Dazu benötige ich aber von jemanden, der das Spiel bereits hat, einen Guest Pass Code.

Also, wenn jemand noch einen Guest Pass Code übrig haben sollte und nichts sonst damit anzufangen weiß, dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn der- oder diejenige mir den bitte zukommen ließe. Das kann entweder per IM/Notecard in Secondlife an Bartholomew Gallacher geschehen oder hier in den Kommentaren. Da ich jeden Kommentar per Hand moderiere, sehe ich nur den zuerst und er erscheint dann sicher nicht online.

Danke im voraus!

And now for something completely different

Durch Zufall fand ich in meinem Feedreader irgendwo dieses Interview von Ken Jebsen mit Willy Wimmer (CDU), der u.a. parlamentarischer Staatssekretär beim Verteidigungsminister unter Kohl war. Es dauert 90 Minuten und geht um das Thema Europa, Ukraine und die USA, aber vor allem was die USA eigentlich wollen und wieso sich Europa gerade so darstellt, wie es eben ist. Interessant und man wird davon nicht dümmer, außerdem spricht Wimmer Klartext und nicht das übliche, leere Politikerblabla.

http://www.youtube.com/watch?v=8B1sctKCvxI

Römische Latrinen

In Port Victoria stehen einige Latrinen herum. Und so ging es in denen im antiken Rom zu, vielleicht kann man daraus ja die eine oder andere Anregung für’s Rollenspiel entnehmen:

Wie hat Gor eigentlich früher funktioniert?

Wie hat das gute, alte Gor eigentlich funktioniert, also so noch in seiner Nachblütezeit Anfang 2009, als schon die Auswirkungen des Wegfalls vieler Homesteadsims gut spürbar waren?

Nun, nicht viel anders als heute. Es gab schon damals Sims, die darauf wert gelegt hatten, buchnah zu spielen und dem Kampf nicht wirklich zugetan waren. Passende Beispiele sind dafür das alte Kargash, House of Tarn oder Torcodino, die Oase der vier Palmen oder Kasra.

Und dann gab es eben noch die Sims, wo kampfmäßig einfach sehr viel los war, wie beispielsweise Aretai (Torburg). Gerade dort bei Tom gaben sich die Kämpfer gerne an manchem Abend die Klinke in die Hand und vier bis fünf Angriffe an einem Abend waren absolut keine Seltenheit.

Rollenspiel fand in Torburg im Grunde nur bei den Kajirae statt, für die wurde überraschend sehr viel getan, aber da sie eben nur die Nebenrolle spielten, waren sie meist gelangweilt und gefrustet.

Ansonsten war Rollenspiel meist so, dass man im Stadttor rumstand und auf das Beduinenzelt schaute, das ca. 60 Meter weit weg war. Ab und an gab es zaghafte Versuche, ein wenig Rollenspiel in dem Torbereich anzufangen, aber irgendwann kam dann totsicher Tom daher, sprach was von durchwandernden Lagfeldern und schon war es mit dem Anflug von Rollenspiel vorbei.

Auch war es üblich, dass sofort alle auf dem Tor wussten, wer denn da im Zelt landete, wie BS (Black Sea Piraten), FB (Feuerbringer) und dergleichen mehr. Alle waren mehr oder weniger gleich gut willkommen, nur bei den Asgard bekamen sofort fast alle da jedesmal Schnappatmung und Wutanfälle.

Ja, und so sah dann das Rollenspiel in Aretai meist aus: im Tor rumstehen und warten, wer da kommt. Griff er nicht an, war’s nicht recht. Griff er an, dann meist auch nicht wirklich, und ansonsten hing man oben in der Arena rum. Oder gönnte sich mal ab und an in der Taverne eine gefrustete Kajira, die das dankbar mitmachte, um überhaupt mal ein wenig zu Rollenspiel zu kommen.

Also wenn sonst nichts ging, dann war die Aretai immer eine gute Adresse für Kampf und Krawall. Ein anderer Treffpunkt, der ebenso damals viel wichtiger war als er heute ist, ist im Südland der Handelsposten, der damals sich den Spitznamen Honkposten erarbeitete und noch Vollprimsim war.

Auf der Sim des Handelspostens gab’s den Monsterpantherstamm der Arquanas, schon daher gingen immer viele Angriffe vom Handelspoten dorthin los, wobei der Handelsposten an sich schon damals Safezone war. Das gab mancherlei Arbeit für die OOC-Administratoren, weil die manche zu ihrem Vorteil nutzten wollten oder auch nicht.

Jedenfalls war neben der Aretai der Handelsposten ein weiterer, willkommener und etablierter Treffpunkt, wenn es darum ging, sich den Stunk des Abends zu suchen und ihn zu finden. Man traf entweder jemanden, mit dem man das anfangen konnte oder aber manche, wie Stadtmensch und Panther, verabredeten sich da zum Capture irgendwo.

Südlich des Handelspostens war noch lange Zeit eine Homesteadsim, die Sylvie Munro gehörte und auch eine Oase sein sollte. Das Konzept war, dass sie einfach die Prims hinstellte und jeder, der wollte, konnte es nutzen. Das ging nie auf, und zwar schon aus dem einfachen Grund, dass das Lager der Arquanas im Süden direkt an diese Sim grenzte und so manche Gruppe von dort versuchte, ins Lager der Arquanas einzudringen. Das nervte die irgendwann so sehr, dass sie dort ein paar unsichtbare Megaprims hinbauten, um es ein für allemal zu unterbinden, und das Lager der Arquanas konnte man auch nicht mehr wirklich Lager nennen, sondern Waldfestung mit unterirdischem Folterkeller trifft es besser.

Also klappte in Aretai nichts, dann ging man eben dorthin, und wenn auch im Handelsposten nichts fand, dann durchstreifte man die Wüste und schnappte sich irgendeine Panther oder einen Outlaw oder Piraten von dort. Meist klappte das ganz gut.

Ja, und damit war dann schon der Abend „gerettet.“ Und solche über Jahre fest etablierten Treffpunkte für solche Tätigkeiten gab’s einige, aber inzwischen sind die meisten weg, weg, weg, die Zeiten haben sich eben geändert.