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Slinfo – abgehakt!

Ich habe heute wegen der Ereignisse um A. und die damit verbundene Sperrung des Forums meinen Zugang bei Slinfo gekündigt. Ich habe schlicht und ergreifend einfach keine Lust mehr auf dieses Forum, wo die Moderation seit den Ereignissen von 2009 absolut nichts dazu gelernt hat und nicht mit, sondern absolut gegen die Community arbeitet und die Benutzer nur mehr so etwas wie leidlich geduldete Gäste sind, die den armen Moderatoren ja nur viel zu viel Arbeit alleine dadurch  machen, dass es sie gibt. Irgendwann gibt’s den berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, bei mir ist es das nun eben nach knapp vier Jahren dort gewesen.

Punkt, aus, Feierabend! In Zukunft werde ich mich, wenn, verstärkt in Avameet und Sluniverse umtummeln, es ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen.

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesen frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage mit ihren Lieben, Familie und Freunden! Fresst schön, lasst die Sau raus, sauft noch mehr und genießt einfach mal die Feiertage.

Damit es auch hier noch besinnlicher zugeht, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, hier für passende, akustische Untermalung zu sorgen. Wer mag, findet ab sofort in der rechten Seitenleiste den Xmas-Player und kann sich da altbekannte Weihnachtslieder, schön arrangiert auf einer akustischen Gitarre anhören. Der Player muss aber von Hand angeworfen werden, er startet nicht automatisch, da es nichts nervigeres gibt als Webseiten, die einem sowas aufdrängen. Der Interpret ist Jeff Wahl aus den USA und er hat seine Lieder bei Magnatune veröffentlicht.

In dem Sinne – hohoho!

Es war einmal in einem früheren Leben: das arme, unschuldig verfolgte Berufsopfer

Früher, also noch in Zeiten vor Second Life, durfte ich einmal erleben wie eine einzelne Person es durch ihre Art und Weise geschafft hatte, eine bis dahin friedliche und harmonische Spielgemeinschaft so in der Größenordnung von ca. 100 Leuten massiv zu zerstören.

Dabei fing alles recht harmlos an: die Frau gab sich recht intelligent, freundlich, nett und zuvorkommend, sie wollte keinem was, nur nach kurzer Zeit machten eben so komische Gerüchte über sie die Runde. Aber natürlich waren diese alle nur aus der Luft gegriffen, denn wer konnte diesem armen Schaf auch schon überhaupt etwas böses antun wollen?

Mit der Zeit jedenfalls wurde der Ton in dem Spiel ungemütlicher und rauer. Sie baute sich einen Freundesstamm auf, der sie gut fand und dabei treu an ihrer Seite stand. Der Rest war entweder neutral oder aber gegen sie, so fühlte sie es zumindest, aber wer sich verfolgt fühlt der reagiert auch entsprechend. Sicher gab es Personen, die gegen sie waren, aber längst nicht so viele wie sie es meinte, durch ihre Handlungen dann aber schaffte sie es, mehr Personen gegen sich selbst aufzubringen.

Die Person hatte, wenn man so wollte, zwei Gesichter, ein schönes nach vorne herum und ein hässlicheres nach hinten rum, das nur wenige aber wirklich sahen oder zumindest vermuteten. Der loyale Freundesstamm war lange Zeit genug so naiv gewesen zu glauben, dass auch wirklich alles so ist, wie sie sagt und sie für ihre Ablehnung im anderen Lager absolut nichts könne.

Dabei war sie sich selber allerdings keiner Schuld jemals bewusst gewesen, denn was macht sie auch schon böses? Sie ist doch einfach nur da, freundlich jedem gegenüber und will in Ruhe ihr Spiel spielen. Den eigenen Beitrag zu ihrer wachsenden Gegnerschar konnte oder wollte sie nicht erkennen.

So kam es denn auch irgendwann so, wie es kommen musste: die Stimmung in der Spielerschaft wurde mehr und mehr aufgeheizt, sie war nahezu jedem bekannt gewesen und stand genau in der Mitte der Front. Es gab am Ende zwei sich gegenüber stehende, unversöhnliche Lager, man war entweder genau für oder gegen sie gewesen, dazwischen war nicht mehr genug Luft für „Lasst mich doch einfach in Ruhe.“

Dies zog entsprechende Aktionen der Spieler nach sich, die am Ende darin gipfelten, dass man das Spiel für eine gewisse Zeit für alle einfach schloss, damit die Streithähne endlich mal ihr Mütchen kühlen können.

Warum schloss man das Spiel? Weil die Verwaltung des Spieles einfach dem bunten Treiben nur monatelang tatenlos zusah und nicht schon den Anfängen wehrte, sondern fast ein halbes Jahr lang nichts tat. Und ehe es zum Megaknall kam, haute man eben mal auf die Pauke. Und sie hatte das natürlich alles so nicht gewollt gehabt.

Nach der Wiedereröffnung war zwar alles wieder beruhigt, aber nichts mehr so, wie es vorher gewesen ist. Es lag eine seltsame, bleierne Müdigkeit über den Spielern, ein Teil war entnervt abgewandert und kam nicht wieder, von dem man sich dann lange Zeit nicht mehr erholte.

Ich hatte schon lange nichts mehr über Unheilig gehabt…

…doch das ändert sich nun!

Man kann zu der Band ja stehen, wie man will – mir persönlich sind sie inzwischen zu sehr dem Kommerzkitsch verpflichtet und in Richtung (guten) Schlager abgerutscht – aber sie sind sehr erfolgreich.

Das ist für eine Band, wie man sich ja ausdenken kann, sehr wichtig, denn andauernder Erfolg ist nicht garantiert und man muss die willige Kuh seiner Fans solange melken, solange sie noch richtig ordentlich Milch gibt, danach hat man dann hoffentlich ausgesorgt. Dass er ja bei Carmen Nebel auftrat, das haben ihm noch viele seiner ehemaligen Fans aus der Gothicszene nicht wirklich verziehen. Vielleicht ist es aber auch nur die Selbsterkenntnis, dass sie als willfährige Steigbügelhalter für seinen Erfolg mißbraucht worden sind, die sie da quält.

Nun ist das Kommerzalbum „Lichter der Stadt“ mit bisher über 600.000 verkauften Einheiten das erfolgreichste Album des Jahres 2012. Das ist auch eine Leistung für ein Album, wo mancher Kritiker schrieb „Alles fließt, es geht runter wie Öl, aber so bleibt kaum etwas haften“ und dass die Texte sich auf kitschigem Poesiealbumniveau bewegen würden sowie es zu Noten erstarrte Sterbebegleitung sei und Trauerarbeit zum Mitschunkeln.

Naja, sei’s ihm und seinen neuen Fans gegönnt – ich bin bisher sehr gut ohne ausgekommen. Bei Sat.1 hat man den Graf inzwischen durch die Gruppe Pilobulus bei den Werbeeinblendungen ersetzt, warum auch nicht…

Ich bin mir aber auch sicher, wenn er denn im Mainstream keinen Erfolg mehr haben sollte, dass die Gothicszene ihn dann auch nicht mehr haben will. Dann wird es ein wenig eng werden.

Shangri-La, das mythische Land des Bunkerknackers

Gestern gab es bei uns mal wieder seit längerer Zeit einen Angriff der Black Shark Piraten zusammen mit ihren englischsprachigen Simbewohnern, den Redemption Mercs. Da ich einloggte, als die Sache schon gelaufen war, lehnte ich mich OOC entspannt in meinem Haus zurück und beobachtete, was außen so geschah – und ging danach weg. Gewisse Sachen muss ich mir nicht mehr geben und da so etwas außerdem nur zu Beschwerden Marke „No Reinforcements“ führen würde habe ich dafür sogar einen guten Vorwand gehabt, nichts zu tun – nicht, dass ich den bräuchte, aber ist doch schön wenn man einen hat!

Nun hausen die Black Shark Piraten inzwischen auf der Sim namens „Shangri-La.“ Shangri-La ist eigentlich ein mythischer Ort im Tibet, den es irgendwo da geben soll und den kaum jemand findet, dieses Shangri-La aber ist sehr real und vor allem für jeden, der es besuchen mag, ohne Probleme zugänglich.

Zwei werte Schreiberkollegen jedenfalls machten munter mit und wurden dorthin verschleppt, so ganz scheint das Spiel dort jedenfalls nicht ihres gewesen zu sein. Als ich sah, wohin, meinte ich nur „ah, haben sie sich mal wieder eine Festung Marke Brechstange hingestellt?“ Darauf hin kam von jemand, der früher bei uns war aber inzwischen bei den Sharks spielt ein gereiztes Hüsteln, also legte ich noch eine Schippe drauf „Oho, braucht man diesmal den sprichwörtlichen Bunkerknacker, um da erfolgreich zu sein?“ Naja, was liegt also näher, als sich mal die aktuelle Behausung dann anzusehen, um sich selber darüber ein Bild zu verschaffen? Eben!

Gesagt, getan, gerade das tat ich dann und ich kann mit Fug und Recht sagen: ich bin nicht enttäuscht worden. Die aktuelle Festung bebildert nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen, das schenke ich mir. Positiv ist zu vermerken, dass man sich selbst als Gorean Evolved (GE) etikettiert, da weiß also jeder sofort, wo er dran ist, wenn er die Regeln liest. Auch wird einem direkt in der Skybox der Hinweis gegeben, dass man mit den Redemption Mercs alliiert ist und die Sim gemeinsam verteidigt. Gut!

Um es kurz zu machen: die ganze Sim ist mal wieder eine einzige Festung, bei der so ziemlich alle Vorteile auf der Hand liegen und aktiv wie auch passiv den Bewohnern in die Hände spielen. Wo die Sharks enden und die Mercs anfangen kann man als Außenstehender sowieso nicht erkennen, wozu auch, wenn beide Gruppen sich so lieb haben, dass sie die Sim dann gemeinsam verteidigen?

Nach Eigendarstellung in den viel zu langen Regeln ist man in erster Linie dem Rollenspiel angetan, wer sich das Opus aber ansieht bekommt da doch leichte Zweifel und denkt mehr an das Offensichtliche: dem Kampf und dass man ungern verliert.

Dazu kommt noch die inzwischen überhand nehmende Unsitte, ein stark terrassiertes Gelände mit vielen Wassergräben zu erschaffen und dann dem Angreifer das Setzen von eigenen Enterhaken zu verbieten.

Kurz und gut: wer’s mag, der soll ruhig dahin, der Rest wird woanders glücklich, man bleibt sich eben als Gruppe seinem tradierten Baustil einfach treu. Mich zieht da absolut nichts hin.