Neue Blogs

Es gibt wieder mal einige Neuerungen in der Blogosphäre, darunter ist eine alte Bekannte zurückgekehrt.

Das letzte Blog allerdings ist dabei schon leicht anders, Noemi macht da weiter, wo sie im September letzten Jahres aufgehört hat und kotzt sich mal wieder die Seele aus dem Leib.

Da sie allerdings über ihre Meinung nicht mehr weiter diskutieren will, folgt sie dem Warmduschertrend schlechthin und hat die Kommentarfunktion in ihrem eigenen Blog abgeschaltet. Da weiß man doch gleich, was man hat!

Im Artikel „Back and forth“ geht es denn auch gleich zur Sache und das Thema ist neben dem Zerpflücken irgendwelcher alten Simregeln eine Sklavenversteigerung in Kasra. Brom berichtete kurz hier über die Versteigerung.

Sie bleibt sich dabei in ihrer Art und Weise, was sie schreibt, treu, denn sie resümiert über die Sklavenversteigerung folgendermaßen:

Das ist der Wahnsinn. Für eine Körperlich BEHINDERTE Sklavin wurden 110 Kupfer bezahlt. !!!!!!!!!!!!

Natürlich wurde im Rp hinterher immer wieder erwähnt wie lächelich das war. Und ich muss sagen, da war wirklich Fremdschämen angesagt.  ICH habe mich richtig geschämt. Das kann ich ehrlich sagen.

Und zu guter letzt wurden natürlich meine freundin und IC-Schwester von allen ignoriert. Es ist schon traurig. Wie arm GOR ist.

Diagnose: das ist mal wieder massiver Futterneid unter Sklavinnen, man selber bekommt keinen Kerl ab und hält sich als Exotin für ach wer weiß was wie wertvoll, und dieser „Ausschuss“ wird weit über den eigentlichen Wert über einen Strohmann an Teibar verkauft.

Das Hornberger Schießen 2.0

Es gab einen längeren, hauptsächlich politisch motivierten Plot zwischen Kasra und Lydius, der in den jeweiligen Blogs der jeweiligen Beteiligten mehr oder weniger sein Echo fand. Die Geschichte endete damit, dass jemand vom lydianischen Rat wegen Heimsteinverrats zum Tode verurteilt wurde, was ja erstmal eine nette Angelegenheit für RP für viele ist, wenn man daraus einen Prozess oder ähnliches macht. Die Präfektin Morgaine wollte die Macht in der Stadt Lydius an sich reißen und bekam eben so ihre Quittung.

In der lydianischen Geschichte gab es schon mal einen Fall, wo ebenfalls eine Frau Isnogud spielte und damals Zasta absägen wollte, das ging mächtig in die Hose weil das RP auf dem Höhepunkt zu schnell runtergenudelt wurde, fast alle Beteiligten damals so einfach nicht mehr mitkamen und endete mit dem Freitod der Händlerin Wanja. In jetzigen Fall war es mehr oder weniger alter Wein in neuen Schläuchen, weil der hinter den Rollen Wanja und Morgaine stehende Avatar ein und derselbe ist und beide sich Rollen als Isnogud probierten, beide Versuche schlugen fehl.

Alles in allem ein mächtig epischer Plot, der aber nun überraschenderweise damit endete, dass man die Präfektin kurzerhand versklavte und für fünf Kupfer an einen ihrer ehemaligen Söldner vertickerte, wo es sehr sicher ist, dass der sie bei nächster Gelegenheit freilassen wird.

Das harte Brot der OOC-Administratoren

Bei Cori gibt es einen sehr interessanten Post über die Arbeit von OOC-Admins. Sie griff ins Archiv und zog drei interessante Fälle aus den Akten heraus, die deutlich zeigen, dass es nicht nur spaßig ist, OOC-Admin zu sein sondern mitunter sehr enervierend. Das ist einerseits nichts, worüber man jammern müsste, denn OOC-Administrator wird man nicht eben mal aus reinem Zufall, sondern man hat sich dafür entschieden, aber dennoch mag es für manchen sehr erhellend sein, um welchen hahnebüchenen Mist sich solch ein Administrator denn kümmern muss. Da bekommt man manchmal schon das Gefühl, dass es einfacher ist einen Sack Flöhe zu hüten und es ist sicherlich kein Wunder, dass viele es einfach irgendwann nur Leid sind, sich so etwas in ihrer Freizeit geben zu müssen und einfach nur noch lieber spielen wollen.

Ich persönlich mache mir da nichts vor: wer nicht miteinander spielen will, der wird das nicht tun. Bei solchen Genossen kann man sich zehn mal daneben stellen und denen irgendwas sagen, solange es dann darum geht doch miteinander zu spielen, werden sie das geflissentlich ignorieren. Auch ist es ein Unterschied, ob man nun als Moderator oder Administrator gerufen wird. Die Aufgabe eines Moderators ist es nämlich nicht zu entscheiden, ob irgendwer nun gegen Regeln verstoßen hat oder nicht, sondern ausschließlich dafür zu sorgen, dass das ins Stocken geratene Rollenspiel wieder auf die richtigen Gleise gelegt wird und Fahrt aufnehmen kann. Ein Administrator dagegen muss über Regelverstöße entscheiden, oft nehmen die Administratoren ja die Arbeit der Moderatoren wahr und die Grenzen sind sehr, sehr fließend.

Als Administrator macht es auch keinen Sinn, sich nun erst einmal die Logs des gelaufenen RPs geben zu lassen, denn da pflügt man sich zuerst einmal seitenweise durch irgendwelche Notecards, die auch locker gefälscht sein können und nur einen Aspekt des Problems aufzeigen. Nein, wenn dann sollte man sich von den Streitenden in maximal fünf kurzen Sätzen erklären lassen, worum es denn geht, wo das Problem ist und dann entscheiden. Gleichermaßen gilt natürlich auch, dass Profile kein RP spielen und längst nicht alle wenn sie mit jemandem auf einer Sim anfangen, zuerst einmal dessen Profil durchstöbern um zu schauen, ob und wenn ja welche Limits da verzeichnet sind. Derjenige kann sich ja schon per IM melden, wenn etwas zu weit geht und fertig, das ist der einfache, gemeinsame Nenner und es gilt letztendlich noch immer für einen Admin, dass die Simregeln die persönlichen Limits bricht, denn beispielsweise was will man mit einem Mann, der das Schwachsinnslimits „Keine Rasur!“ angibt als Panther auf der eigenen Sim anfangen? Der beraubt einem doch des ureigensten RPs an sich, den wirft man bestenfalls gleich hochkant raus und fertig!

So viel erstmal als Vorwort. Cori selber führt wie gesagt drei Fälle an, die teilweise schon länger zurückliegen müssen, wenn man sich mal anschaut, welche Versionen des Gorean Meters da verzeichnet sind.

Fall eins geht es kurz gesagt darum: Panther entdeckt Kriegerlager, schießt einen Pfeil auf melodramatischen Krieger, der steigt in den Kampf ein und unterliegt, er gibt den schlechten Verlierer und lehnt das Annehmen von Fesseln mit der Begründung ab, dass er mit der Gruppe der Panther ein No-RP habe und keine Lust auf OOC-Dramen. Wie praktisch No-RPs doch sein können, nur verkennt das eindeutig die Tatsache, dass man mit dem Einstieg in den Kampf eben auch mögliche folgende RPs in Kauf nimmt, daher ist diese Erklärung einfach nur billig und nicht tragend.

Die Lösung eines Moderators sähe nun aus, dass der Krieger die Fesseln annehmen muss und man dann eben mit der Panthergruppe ausmacht, ihn an irgendeine andere Gruppe zu „entsorgen“, mit denen er zu spielen bereit ist. Die Lösung eines OOC-Administrators kann für diese Glanzleistung eigentlich nur ein tagelanger Simbann sein mit einer Verwarnung, denn so geht das eben nicht.

Fall zwei ist dann noch ein wenig komplexer, dabei geht es um Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen von Panthermädchen, die sich offensichtlich nicht riechen können. Es kam zu einem Kampf und gab eine OOC-Absprache, dass sich der Stamm der Flugenten nicht am Kampf beteiligen wird, dennoch hat vom gegnerischen Stamm der Ringelnattern während des Kampfes jemand eine Flugente im Wald gesehen. Welch Drama, ein Panther die auf der eigenen Sim im Wald ist… also wirklich, das kann schon mal vorkommen, irgendwer kriegt eben immer etwas nicht mit und so ist das Leben. Also kam es zu einem netten Schlagabtausch IC vor Ort der Chefetage, die hatten auch ihren Spaß dabei, so weit so gut.

Es zieht aber sofort Jasmin die No-RP-Keule, da die offensichtlich nicht IC mit OOC so ganz trennen kann und einfach nur angenervt gewesen ist, ein grober Fehler – über solche Sachen spricht man nicht im laufenden RP, sondern danach, so etwas killt das RP. Also das ist schon ein sehr kleinkariertes Verhalten, wie es aber leider für viele Spieler typisch ist. „Rabäh, du hast meinen Fingernagel abgebrochen, mit DIR spiele ich nicht mehr!“ Eben diese Schublade.

Alle aber sind sich einig, dass das RP weiter laufen sollte bis auf eben genau Jasmin, die meint für ihren Stamm insgesamt sprechen zu können (vielleicht war sie ja die EN?) und diese Jasmin stört das Spiel gewaltig, geht dabei. Das Interessante daran ist aber, dass der Rest der Leute mit dem Spiel überhaupt kein Problem hat, sondern nur diese Jasmin offenkundig das Spiel nicht laufen lassen will und es in einer Tour nur stört, wo es denn geht.

Als Moderator wäre die passende Entscheidung, dass sich Jasmin aus dem laufenden Spiel raushält und fertig. Müsste man das als Administrator entscheiden, dann wäre da eine Verwarnung plus einige Tage Simbann fällig.

Fall drei handelt dann von einer Kajira in einem Pantherlager, auch hier treffen wieder zwei Personen zusammen, die sich offenkundig gegenseitig nicht riechen können, wie das eben nur allzu oft im Rollenspiel so ist. Viele wissen zwar genau, was sie nicht wollen und wen sie nicht leiden können, aber was sie wollen, das wissen sie dann eben nicht so genau. Sei´s drum.

Diese Kajira namens Silvia fühlt sich von einer Jägerin belästigt und sagt offen, sie spielt mit dieser nicht. Wie drollig… so etwas geht innerhalb der eigenen Gruppe schon dreimal gar nicht, denn es zerstört einfach nur ungeheuer das Spiel, erwachsen ist das ohnehin nicht. Silvia macht dann auf die Jägerin sogar einen Mute, und die dankt es ihr nach Bekanntgabe dadurch in ihrem Frust, dass sie sie kurz tötet und aus dem Lager rauswirft, eine wie ich finde logische und verständliche Vorgehensweise.

Was ist also in einem solchen Fall zu tun? Die Konstellation riecht einfach förmlich nach Ärger, so etwas macht RP nur kaputt, wenn diese Kajira auf alle anderen bis aus die Jägerin reagiert und so etwas geht einfach nicht.

Eine mögliche Entscheidung als Moderator und aber auch als Administrator ist, dass man Silvia auferlegt, die ihr unliebsame Person wahrzunehmen und das Spiel aufs Wesentliche zu beschränken. Das bedeutet also, dass man sich eben grüßt und ansonsten weitläufig aus dem Weg geht und in Ruhe lässt. So etwas wäre die vernünftige und vor allem erwachsene Lösung.

Wenn man aber der Meinung ist, dass das ohnehin nur dauerhaft Unruhe in die Gruppe bringt und Silvia das nicht zu leisten vermag, sie sich auch nicht auf diesen Kompromiss einlässt, dann sollte man der Jägerin für die Entsorgung der Sklavin danken und Silvia einfach aus der Gruppe rauswerfen, fertig.

Hach ja, und was bin ich froh, dass ich mir solchen Mist nur bisher selten geben musste – wer so etwas liest, der muss sich nicht weiter wundern, wieso viele Leute es irgendwann einfach Leid haben, eine eigene Sim zu finanzieren und diese zu leiten, denn genau solchen Kinderkram gibt es dazu inklusive obendrauf und noch viel mehr! Irgendwann kann es da auch dem hartgesottensten Menschen einfach reichen und seine Galle läuft über, immerhin sind wir alle freiwillig zum Spielen in unserer Freizeit hier, werden dafür nicht bezahlt und haben eigentlich besseres im Sinn als solches Drama, oder?

Die Sache mit dem eigenen Standpunkt

Die bloggende und keine Kommentare mehr bei sich haben wollende Unfrei war verdeckt ermittelnd tätig und hat mit irgendwelchen Alts diverse RP-Sims aller möglichen Genres bereist.

Dabei kritisiert sie die auf einigen Sims gängige Praxis der Event-Alts und das mancher Stammspieler auf derselben Sim mindestens drei aktive Rollen gleichzeitig hat, um das Spiel voranzubringen. Ebenso findet sie es komisch, dass in der Blogosphäre jeder über seine eigene Sim nur in den höchsten Tönen schreibe und nicht eingestehen würde, wenn es da Spielermangel gäbe, dass dem auch so sei.

Die Kernfrage dabei ist wohl diese:

Warum geben Simbesitzer nicht zu welche Probleme sie haben und gehen sie aktiv und gemeinsam mit anderen Simbesitzern an? Warum wird nicht öffentlich in Blogs und Foren rekrutiert? Warum wird immer nur signalisiert: „Wir sind toll, wir brauchen niemanden!“

Ja, warum sollten sie? Jedes Blog wird doch von einem gewissen, persönlichen Standpunkt aus geschrieben und die meisten Blogger sind keine Simbesitzer, sondern Spieler. Die meisten Simbesitzer können sich untereinander ohnehin nicht riechen, zu verschieden sind die eigenen Standpunkte. Wenn man ein Blog betreibt, dass sich um Rollenspiel dreht und RP-Erlebnisse wiedergibt, dann sind die Autoren sich bewusst, dass das auch als massive Werbung für die eigene Sim verstanden wird und genau von diesem Standpunkt aus werden dann epische Breiten in den Geschichten ersonnen, die man im direkten Erleben so fast nicht hat.

Also Werbung – und Werbung funktioniert nun einmal so, dass potentielle Neuspieler vor allem dort aufschlagen, wo es potentiell RP gibt. Wenn man „wir sitzen meist nur zu dritt ums Feuer und langweilen uns gegenseitig“ schreiben würde, da würde wohl kaum jemand seinen Fuß ausgerechnet auf diese Sim setzen. Wenn man aber über das tolle, blühende und pulsierende Leben auf der Sim schreibt, dann wird man auf einmal für Besucher interessant. So funktioniert das Spiel nun einmal.

Und genau das ist der Grund, warum RP-Berichte immer so geschrieben sind, als sei da das wahre, pulsierende Leben. Ich nehme mal ein Beispiel aus der Konserve, der Tavernenkampf letztes Jahr in Lydius. Das war in der Tat gutes RP, aber auch dergestalt, dass sich zwei Leute in der Taverne eben zofften, draußen saßen noch drei weitere, die aber mit sich selbst beschäftigt waren und das war’s, es las sich im Bericht epischer, breiter, spannender und vor allem auch interessanter als es direkt vor Ort wirkte.

Das ist eben die Diskrepanz zwischen Erzählungen und wie es vor Ort war, aber das ist auch nichts Neues.

Pilgerreiseblockwarte

Neulich gab’s in „Pilgerreise nach Sardar“ eine kleine Diskussion über das Procedere. Die gestellte Frage ist dabei gewesen, es noch üblich sei Teilnehmern den Erfolg abzuerkennen, die ihre Pilgerzeit OOC abhängen würde. Die Diskussionsteilnehmerin hatte so viel Schwung und Elan, dass sie gleich noch einen vermeintlichen Schummler namentlich im Kanal als OOC-Abhänger benannte.

Pech nur, dass die offizielle Übung in der Angelegenheit eben darin besteht, dass sich die Veranstalter der Pilgerreise aus solchen Streitereien einfach raushalten. Das ist ja auch logisch, die haben besseres zu tun als auf 33 deutschen und 25 englischen Sims das zu überwachen. Wie soll das auch gehen?

Dazu kommt, dass ich mich noch zusätzlich an eine Nachricht von Haron Strom in der Gruppe erinnerte, wo er sinngemäß folgendes meinte: wer der Meinung sei, seine Zeit rein OOC abfeiern zu müssen, solle sich doch einfach direkt selber bei ihm melden, dann würde er ihm/ihr direkt eine Urkunde geben und fertig, dann könnten sie sich das dumm rumstehen sparen. Ob es nun scherzhaft oder ernst gemeint war, wer weiß, aber die Wahrscheinlichkeit dass das nun jemand wirklich so in Anspruch nimmt ist als eher klein zu bewerten.

Was möglich ist, wenn jemand rein OOC seine Zeit abfeiert, ist beispielsweise dass Simbesitzer dann je nach Uhrzeit einfach mal nach Absprache kurzerhand die Skripte für den Pilgertisch abschalten – oder den Idler gleich komplett von der Sim runterwerfen. Das geht dann aber von den Simbetreibern aus und nicht von den Machern der Pilgerreise selber, die verhalten sich dabei ja zu Recht völlig neutral.

Gut, also gab’s von mir die entsprechende Info in den Kanal und fertig, die Antwort kam nicht gut an. Das Echo war ein lapidares, patziges „die Urkunde ist einen Dreck wert“ und Verlassen des Kanals. Auch gut, da hat jemand offensichtlich den Sinn der Reise nicht verstanden und weitere Diskussion ist da zwecklos.

Der Sinn der Reise ist nicht, dass man sich danach eine Urkunde stolz vors Haus nageln kann, um aller Welt kundzutun, dass man das getan hat, sondern dass man sich wirklich auf diese Reise begibt, um eben mal verschiedene Sims und deren Spiel zu erleben. Wer meint, das OOC abfeiern zu müssen, und nur eine nette Urkunde haben will, hat den Sinn nicht verstanden und betrügt sich letzten Endes nur selber.